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Genealogisches Sammelwerk mit 70 Stammtafeln, DIN B 5, Fotodruck 1960, 230 Seiten, darin enthalten 66 Stammtafeln, 21 Seiten Namenregister (zweispaltig), Bestell-Nr. 502, Kartoniert.
Von Dr. Karlwilhelm Just
Bei dem Verfasser hat sich in der jahrelangen Arbeit an den Ahnentafeln seiner Kinder (Ahnentafeln von Dieter, Heiner, Brigitte und Sabine Just, sechs Bände, C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn) erhebliches Material über Namensträger Just angesammelt. Dieses Material ist in dem Werk „70 Stämme Just“ übersichtlich bearbeitet, so daß ein geschichtlicher Überblick dieser mitteldeutschen Geschlechter geschaffen wurde. Die Urheimat der Namensträger Just war vermutlich Thüringen. Von dort sind ihre Nachkommen, wie die anderer Familien, wahrscheinlich schon während der ersten deutschen Besiedlung der Länder östlich der Saale in das Osterland, in das Pleißener Land, in die Mark und nach Böhmen ausgewandert. Ob die Stämme, die im 15. Jahrhundert nachgewiesen wurden, auch aus Thüringen gekommen sind, kann wegen fehlender Unterlagen aus dieser Zeit nicht nachgewiesen werden. Auch in Böhmen und Mähren tauchte der Name Just im 14. und 15. Jahrhundert wiederholt auf. Manche von diesen Namensträgern haben als Flüchtlinge während der Glaubenskämpfe des Mittelalters ihre Heimat verlassen müssen und haben sich in Ostsachsen, zum Beispiel in Zittau, und Schlesien angesiedelt. Im 19. Jahrhundert waren insbesondere die Großstädte der Anziehungspunkt für Wanderlustige. Erst in jüngster Zeit mußten viele Namensträger Just mit anderen Landsleuten ihre ost- und mitteldeutsche Heimat verlassen und mußten sich als mittellose Flüchtlinge nach Westen begeben. In Sachsen tritt der Name Just (Jost, Jobst) fast noch häufiger auf als in Thüringen. Die Angaben in den Steuerregistern von 1474 und 1598 über Namensträger Just sind in den „70 Stämmen Just“ wörtlich wiedergegeben. Der Stamm in Neukirchen konnte 1529 nachgewiesen werden. Da verschiedene Glieder dieses Stammes nach auswärts gegangen sind und dort Familien gegründet haben, hat sich der Stamm Neukirchen im 17. und 19. Jahrhundert über ganz Sachsen und im 20. Jahrhundert über viele Länder ausgebreitet. Eine große Anzahl Stammtafeln dieses Stammes sind in den „70 Stämmen Just“ veröffentlicht. Angehörige des Stammes, der in Zittau ab 1408 nachweisbar ist, kamen als Flüchtlinge 1408 aus Böhmen nach Zittau und haben sich später in Ostsachsen sehr verbreitet. Ob zu ihnen auch die Namensträger Just in Schlesien und anderen östlichen Provinzen gehören, konnte noch nicht ermittelt werden. Zahlreiche Stammtafeln geben ein übersichtliches Bild dieses Zittauer Stammes. Der älteste Vorfahre des Stammes Just in Sebnitz (Sachsen) ist in Elstra bei Kamenz nachgewiesen worden. Der Stamm Just in Herrnhut ist ebenfalls aus Böhmen eingewandert. Einzelne dieses Stammes gingen schon im 19. Jahrhundert nach Südwestdeutschland. Die Namensträger Just in Plauen im Vogtland sind auf den Stamm in Neukirchen zurückzuführen.
Siehe auch Ergänzungsband.
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