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Im Gottesländchen Kurland

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Adeliges Landleben im Baltikum nach Korrespondenzen und Aufzeichnungen aus den Jahren 1804 - 1863
© 2002, DIN A5, 216 Seiten, zahlreiche Abbildungen, farbiger Schutzumschlag.


Von Baron Leon v. Manteuffel gen. Szoege und
Alexandra Baronin Manteuffel-Szoege
geb. Baronesse v. Hahn

Herausgegeben von
Adina Freifrau v. Bernewitz, geb. Baronesse v. Manteuffel

Bearbeitet und mit einem neuen Vorwort versehen von Baron Gotthard v. Manteuffel gen. Szoege

Es ist einem gnädigen Schicksal zu danken, daß sich ein reicher Bestand an Briefen und Niederschriften verschiedenster Art eines Adelsclans aus dem Kurland (= heute der Südwesten der Republik Lettland) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten hat und von der kundigen Hand Baron Leon Manteuffel-Szoeges während des 2. Weltkriegs in vorliegende gefällige Form gebracht wurde: Einerseits hatte dieser die geschilderte versunkene Welt noch selbst, oder zumindest aus Erzählungen erster Hand erlebt, andererseits verfügte er als bis heute populärer Jagdschriftsteller über eine gewandte Feder. So blicken wir "durchs Schlüsselloch", wie sich im "Gottesländchen" die ewigen Themen von Freud' und Leid, Liebe und Tod, von Aufbruch und Abschied darstellten, feiern Taufen und Beisetzungen, Feste und Jagden mit und lernen allerlei lokale Bräuche kennen. Wir begegnen einer Vielzahl scharf umrissenen Persönlichkeiten: Reizenden, hochgebildeten Damen und temperamentvollen, pflichtbewußten Herren - vorab aus den Familien Ascheberg, Kettler, Kleist, Rahden, Ropp und Manteuffel, aber ebenso auch aus deren weitgespannten Freundeskreisen, sowie natürlich Letten, Russen und Zigeunern, bleiben aber nicht nur vor Ort, sondern reisen auch mit ins benachbarte Estland, an den glanzvollen Hof von St. Petersburg, in die Schweiz oder in das fröhliche Studentenleben an den Universitäten Heidelberg und Jena.

Detailfreude, Charme und Humor seiner Schilderungen präsentieren dieses Buch als reizendes Geschenk; der fachkundig aufbereitete, reich kommentierte und mit noch unbekanntem Bildmaterial illustrierte Inhalt aber macht es zudem auch noch zu einer wertvollen gesellschaftsgeschichtlichen Quelle.