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Band 10, Adel in der Weimarer Republik

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Iris Freifrau v. Hoyningen-Huene

DIN A5, LIV + 428 Seiten, gebunden.

Die rechtlich-soziale Situation des reichsdeutschen Adels

Obwohl der Adel seit 1918 als rechtlicher und gesellschaftlicher Stand abgeschafft ist, findet diese Bevölkerungsgruppe bis heute großes Interesse bei einem breiten Publikum. Zwar hat sich die Wissenschaft immer wieder mit der - allerdings meist älteren - Geschichte des Adels beschäftigt, doch erst in den letzten Jahren ist ein intensivere Auseinandersetzung mit dem Adel im 19. und 20. Jahrhundert zu beobachten. Die vorliegende Arbeit will den Adel in seiner jüngsten Geschichte zwischen Umbruch und Neuorientierung in einer republikanisch-demokratischen Gesellschaft zusammenhängend untersuchen. Deshalb wird die rechtliche, politische, wirtschaftliche und soziale Situation des Adels in der Weimarer Republik dargestellt.
Die Arbeit wurde als Dissertation von der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Heidelberg im Sommersemester 1987 angenommen. Bei dem nun vorliegenden Text handelt es sich um eine überarbeitete und gekürzte Fassung. Die Literatur ist bis Frühjahr 1991 eingearbeitet worden.
Inhaltsgliederung:
Standortbestimmung des reichsdeutschen Adels zu Beginn der Weimarer Republik - Rechtsstellung des Adels in der Weimarer Republik - Die Deutsche Adelsgenossenschaft (DAG) als Interessenvertretung des deutschen Adels - Mentalität und Ideologie - Berufe des Adels - Berufstätigkeit adeliger Frauen - Religion und Kirche - Industrie, Wirtschaft, Handel und Finanzwesen - Fazit - Ausführliches Register.

Band 11, Schicksalsbuch des Sächsisch-Thüringischen Adels 1945

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Vergriffen - siehe Neuauflage "Aus dem Deutschen Adelsarchiv - Neue Folge" Band 5

 

Band 12, Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen

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Dr. phil. Manfred Wilde
DIN A5, 736 Seiten, gebunden, mit Abkürzungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis sowie Personen-, Topographischem und Sachregister.

Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsge-
schichte und ihre Inhaber

Auf der Basis breiter und so für den Untersuchungsbereich bisher nicht durchgeführter Quellenforschung stellt Wilde 163 Güterkomplexe vor, die in den ehemaligen Ämtern Delitzsch, Düben, Eilenburg und Torgau sowie in Teilen der Ämter Belgern, Liebenwerda, Lützen, Merseburg, Mühlberg und Wittenberg bis 1815 zum Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen gehörten und seit 1990 wieder Bestandteil des Freistaates Sachsen sind; in Mittelalter und früher Neuzeit lagen sie in den Territorien beider wettinischer Linien (1485-1547) sowie des Hochstifts Merseburg, was der Arbeit überterritoriales Gewicht gibt. Die Entwicklung der Güter aus Standesherrschaften, frühstädtischen Freihöfen, Vorwerken von Klöstern und Rittergütern, Sattel- oder Siedelhöfen, Kammergütern sowie Lehenrichter- und Freigütern wird z.T. vom 1o. Jh. an (gelegentlich unter Einbeziehung archäologischer Befunde) über die Abtretung des Gebietes an Preußen 1815 und die Bodenreform 1945/46 bis zur Zwangskollektivierung von 1960 dargestellt. In 6 Kapiteln arbeitet der Autor die Grundlagen der mitteldeutschen Grundherrschaft heraus, ihre Siedlungsformen, rechtliche Stellung, Bewirtschaftung, die Besitzveränderungen im 18. und 19. Jh. (der Anteil adeliger Inhaber sinkt von 9o% um 1550 auf 32% 1945) sowie ihre Wandlungen und schließliche Auflösung seit den Agrarreformen des 19. Jhs bis 1945.
In einem umfangreichen zweiten Teil der Arbeit werden die 163 Grundherrschaften einzeln behandelt, wobei jeweils Rechtsstellung und Inhaberfolge in einem chronologischen Abriß stehen.

Band 13, Dietlof Graf von Arnim-Boitzenburg

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Sieghart Graf von Arnim

Band 13 der Reihe "Aus dem Deutschen Adelsarchiv"

DIN A5, X u. 406 Seiten, 4 Farb- u. 143 Bilder, 16 Dokumentenab.

Ein Preußischer Landedelmann und seine Welt im Umbruch von Staat und Kirche

Der Enkel des letzten Präsidenten des preußischen Herrenhauses Dietlof Graf von Arnim (1867 - 1933), hat es unternommen, das Lebensbild dieses Mannes aus der Sicht der Gegenwart und der Familie in Liebe, Respekt und Kritik aus den verschiedenen Quellen öffentlicher und privater Provenienz nachzuzeichnen, Versunkenes zu bergen und die „Welt von Gestern“ vor den Augen einer anderslebenden und doch auf alten Fundamenten stehenden Nachwelt zu beschreiben.

Arnim war unzweifelhaft für und in Brandenburg eine bedeutende Gestalt der Wilhelminischen Zeit. Er war ein Mann von hohen Talenten und starker Leistung, der die Irrtümer und Einsichten seiner Generation auf der Grundlage einer - jedenfalls bis 1918 - noch ungebrochenen Tradition in sehr kultivierter, auch toleranter und damit preußischer Weise hingenommen und vertreten hat.

Aber der Boitzenburger war auch - und dies macht den Reiz seines Lebens aus - Angehöriger einer zweifach gescheiterten Generation, der „unentschiedenen Generation“, wie sie Otto Graf zu Stolberg-Wenigerode nicht grundlos 1968 benannt hat. Auch er sah sich, zumal unmittelbar vor seinem Tode, auf der Verliererseite - aber es hat keine Gewinner, aber Räuber gegeben. Ein Mann der Verlierer-Generation von 1918 und 1932/33, der gleichwohl die jüngere Generation in ihren Irrtümern nicht bestärkt hat, aus altkonservativer Skepsis heraus und weil er in seinem letzten Jahre ahnte, daß der dunkle Weg bei weitem noch nicht zu Ende war.

Band 14, Adelsherrschaft und Adelskultur in Deutschland

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ada14

Johannes Rogalla von Bieberstein

DIN A5, 3. wesentlich erweiterte und überarbeitete Aufl., 560 Seiten, 34 Bilder, detailliertes Namenverzeichnis, umfangreiches Literaturverzeichnis.

Der Adel wird als Stand gründlich analysiert und porträtiert. Themen sind unter anderem: Die ständische Sozialordnung, Tausend Jahre Adelsherrschaft, Adelige Kirchenherrschaft, Adelige Mentalität und Ideologie, Turniere und höfische Feste, Jagd, Standesbildung und ihre Leitbilder.
Neu wurde aufgenommen: Chronologische Standes-Erhebungen, der Adel und der Kollaps des Kommunismus. Darüber hinaus wird das umfangreiche Literaturverzeichnis aktualisiert und erweitert.

Aus der Presse:
„Man kann die europäische Geschichte nicht verstehen, wenn man nicht das Institut „Adel“ einigermaßen kennt. ... Die wichtigsten Adelsfamilien zu kennen, ist für historisches Wissen auch heute unerläßlich. Für die politische Geschichte sind das verhältnismäßig wenige Familien, für die Landes-, Regional- und Lokalgeschichte sind das freilich sehr viele Namen, und wenn man in dem Buch von Bieberstein viele solcher Namen liest, ist man erstaunt, was man alles nicht weiß. ... Die unterschiedlichen Kategorien adeliger Familien, ihre Erbämter, Besitze und politische Bedeutung werden dadurch auch für jene greifbar, denen Aristokratie ein Fremdwort ist.“
(Mitteilungen aus der Humboldt-Gesellschaft)

Band 15, Waldburg Capustigal

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1. Auflage Vergriffen!!

2. Auflage als Band 7 in der Neuen Reihe erschienen!

Band 16, Annette v. Droste-Hülshoff im Spannungsfeld ihrer Familie

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Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff

Band 16 aus der Reihe "Aus dem Deutschen Adelsarchiv"

DIN A5, 304 Seiten, farbiger Schutzumschlag, 70 Bilder, 14 farbig.

Zum 150. Todestag von Deutschlands großer Dichterin Annette v. Droste-Hülshoff legt erstmals ein Mitglied ihrer eigenen Familie ein Buch über sie vor. Die Droste, deren Bild die Zwanzig-Mark-Scheine ziert, tritt uns in diesen “biografischen Skizzen” als ein lebendiges Familienmitglied in der Mitte einer großen Verwandtschaft entgegen. Sie mußte sich in dem familiären “Spannungsfeld” bewähren und durchsetzen, in das sie hineingeboren worden war, aus dem sie aber zeitlebens nicht ausbrechen wollte. Wie diese Spannungen entstanden, sich verwandelten und auflösten, wie sie sich auf das Schaffen der Dichterin auswirkten, ist Thema dieses Buches. Noch nie ist dieser Aspekt so ausführlich behandelt worden. Wir lernen dabei so manche Akteure ihrer Lebensbühne näher kennen, die in der sonstigen populären Droste-Literatur vernachlässigt worden sind, darunter auch andere interessante Persönlichkeiten aus dem Umfeld “der Droste”.

Es sind die von der neueren Droste-Forschung, besonders durch die “Historisch-kritische” Werkausgabe ausgegrabenen zahlreichen Einzelheiten, die den Stoff für dieses Buch bilden, - unter einem neuartigen Blickwinkel. In Detailarbeit wurden die in unterschiedlichen Quellen verstreuten Bemerkungen zu den Familienangehörigen und ihrem Verhältnis untereinander zu einem Mosaik zusammengesetzt, das ein lebendiges, facettenreiches Bild dieser Menschen und ihrer Lebenswelt ergibt. Auf die Dichterin selbst fällt dabei eine neuartige, aber eher indirekte Beleuchtung, die sie uns menschlich näher bringen kann denn je. Der Autor hält sich dabei streng an die Aussagen der Zeitzeugen; an Familienbriefe und Werke der Dichterin und ihrer Verwandten. Die zahlreichen Abbildungen, zum größten Teil aus dem Umkreis der Familie, darunter einige, die erstmals publiziert werden, geben einen zeitnahen Einblick in Annettes Familienverhältnisse.

Band 17, Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar

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Hans Lucke
DIN A5, 242 Seiten, farbiger Schutzumschlag, 41 Bilder, 3 farbig.

Er wurde 1818 geboren und starb 1901 - die acht Jahrzehnte seines Lebens erstreckten sich über ein Jahrhundert, das von großen Umwälzungen bestimmt war: Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, dessen Leben und Werk Band 17 der Reihe „Aus dem Deutschen Adelsarchiv“ gewidmet ist.

Autor Hans Lucke ist dem Fürsten, der 48 Jahre lang seinen Kleinstaat im Herzen Deutschlands und Europas mit Umsicht und Toleranz, Weitsicht, Vernunft und Glück leitete, in einem intensiv recherchierten Werk nachgegangen, in dem er einen Menschen begleitet, der als Landesherr, umfassend gebildet und - auf europäischer Ebene - verwandtschaftlich mit den Regierenden verbunden, seiner Zeit einen weit über das durchschnittliche Maß hinausgehenden Stempel aufzudrücken vermochte.

Durch seiner hochadeligen Abkunft (die Mutter eine russische Großfürstin, seine Ehegattin eine Prinzessin von Holland), stand Carl Alexander die Welt offen. Im Umfeld des schon betagten Goethe genoß er, als Knabe, eine ausgezeichnete Erziehung, liebte früh schon Dichtung, Musik, Baukunst und Reisen und umgab sich als Souverän, selbst dilettierend als Dichter und Zeichner, mit Künstlern ohne Zahl. Franz Liszt, Hans Christian Andersen, Friedrich Hebbel, später Richard Strauss und viele andere gehörten dazu. Sein erklärtes Ziel Weimar, als Herzogtum ein feudalkonservativ regiertes Ländchen und als Stadt dessen Mittelpunkt, sollte ein deutsches Kulturzentrum sein: Die Kunst galt ihm mehr als Politik, wenngleich er es geschickt verstand, sich im Sog des nahen Preußen aus Kriegen und Revolutionen, soweit es möglich war, herauszuhalten. Dreißig Jahre beschäftigte ihn die Restaurierung der Wartburg.

Der Leser legt das ansprechend bebilderte Buch, das ihm auch die Hintergründe der politischen Entwicklung im Europa des 19. Jahrhunderts und der oft komplizierten Verbindungen der Herrscherhäuser untereinander vor Augen führt, nur ungern aus der Hand: Die Sprache des Autors ist fesselnd, und wer nimmt schon gern Abschied von einem Menschen, der, wie Carl Alexander, am Ende des Buches fast zu einem Vertrauten geworden ist.