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Band 1+2, Deutscher Adel

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Vergriffen!!

Band 1 1430-1555
Band 2 1555-1740

Büdinger Vorträge 1963 · Herausgegeben von Professor Dr. Hellmuth Rößler

Band 1: DIN A 5, 265 Seiten, 10 Bilder, Leinen
Band 2: DIN A 5, 371 Seiten, Leinen

Inhaltsverzeichnis Band 1:
Dr. Eberhard Freiherr Schenk zu Schweinsberg: Die Wandlung des Adelsbildes in der Kunst
Albrecht Rieber: Von der Burg zum Schloß
Professor Dr. Wilhelm Neumann: Der Kärntner Adel
Archivrat Dr. Klaus Freiherr v. Andrian-Werburg: Der Altbaierische Adel im landesfürstlichen Staat der Wittelsbacher bis zum Abschluß der ritterschaftlichen Verfassung
Archivar Friedrich W. Euler: Wandlungen des Konnubiums im Adel des 15. und 16. Jahrhunderts
Professor Dr. Hanns Hubert Hofmann: Der Adel in Franken
Oberarchivrat Dr. Hellmuth Gensicke: Der Adel im Mittelrheingebiet
Dr. Gerhard Theuerkauf: Der niedere Adel in Westfalen
Ritterschaftssyndikus Gebhard v. Lenthe: Niedersächsischer Adel zwischen Spätmittelalter und Neuzeit
Professor Dr. Rainer Wohlfeil: Adel und neues Heerwesen
Professor Dr. Dr. Hellmuth Rößler: Adelsethik und Humanismus

Inhaltsverzeichnis Band 2:
Dr. Erwin Riedenauer: Reichsritterschaft und Konfession
Ein Rundgespräch: Adel und Konfession
Archivdirektor Dr. Max Domarus: Der Reichsadel in den geistlichen Fürstentümern
Professor Dr. Dr. Hellmuth Rößler: Ergebnisse und Ergänzungen der Diskussion zum Vortrag Domarus: Der Reichsadel in den geistlichen Fürstentümern
Univ.-Dozent Dr. Nikolaus v. Preradovich: Der Adel in den Herrschaftsgebieten der deutschen Linie des Hauses Habsburg
Professor Dr. Herbert Helbig: Der Adel in Kursachsen
Professor Dr. Gerd Heinrich: Der Adel in Brandenburg-Preußen
Professor Dr. Rainer Wohlfeil: Adel und Heerwesen
Professor Dr. Dr. Hellmuth Rößler: Schlußwort

vergriffen! Neuauflage nicht vorgesehen.

Band 3, Deutsches Patriziat 1430-1740

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DIN A 5, VIII und 482 Seiten, 31 Kunstdrucktafeln.

Herausgegeben von Prof. Dr. Dr. Hellmuth Rößler

Inhaltsverzeichnis:
Das Problem der geschlossenen Heiratskreise - Prof. Dr. Mitgau, Göttingen
Kaiser und Patriziat - Studienrat Dr. E. Riedenauer
Die Entwicklung des Breslauer Patriziats - Prof. Dr. E. Pfeiffer, Erlangen
Die Oberschicht der mitteldeutschen Städte - Bibl.-Direktor Dr. H. Kramm, Marburg
Das Patriziat in Niedersachsen - Ritterschaftssyndikus G. von Lenthe, Celle
Das Patriziat in Münster - Stadtarchivdirektor Dr. H. Lahrkamp
Niederländische Patrizier im Exil 1585-1600 - Prof. Dr. R. van Roosbroeck, Osterhout
Das Nürnberger Patriziat - Archivdirektor Dr. G. Hirschmann, Nürnberg
Die Oberschicht der Reichsstadt Hall im Vergleich mit anderen oberdeutschen Städten - Prof. Dr. G. Wunder, Schwäbisch Hall
Das Patriziat in Franken - Dr. H.-J. Daul, Würzburg
Das Patriziat von Ulm, Augsburg, Ravensburg, Memmingen, Biberach - Albrecht Rieber, Ulm, Leiter der stadtgeschichtlichen Forschungsstelle
Das Patriziat im Elsaß unter Berücksichtigung der Schweizer Verhältnisse - Alfred Graf Kageneck
Das Patriziat in Hagenau/Elsaß - Konservator Dr. M. A. Burg, Hagenau
Zürcher Führungsschichten - Stadtarchivar Dr. P. Guyver, Zürich
Patriziat und bildende Kunst - Prof. Dr. G. Grundmann, Hamburg

Die Geschichte des Patriziats im deutschsprachigen Raum ist ein Thema grundlegender Bedeutung für die Familienforschung - „eines der bedeutendsten sozialgeschichtlichen Phänomene“. Zwischen 1400 und 1800 waren Patriziat und Ratsmannschaft zwei selbständig nebeneinander bestehende Erscheinungen, bürgerliche Führungsschichten verschiedener und sich doch vielfach berührender Art. Das Thema wird in der landschaftlichen Eigenart und im weiten Raum von Nord nach Süd und Ost und West behandelt. Durch den einleitenden und abschließenden Aufsatz werden angrenzende Fragestellungen behandelt. Für den hohen wissenschaftlichen Wert zeugen die Namen der Verfasser, die jeweils Experten für ihren Landschaftsbereich sind. Das Buch enthält neben Personen- und Ortsregister reichen Bilderschmuck, es ist für den historisch Interessierten, für den Familienforscher eine Fundgrube, die zu weiteren Forschungen anregt und diese durch Quellen- und Literaturhinweise erleichtert. Es war hohe Zeit, daß neben der vielbehandelten Führungsschicht des Adels nun auch die bürgerliche Führungsschicht wissenschaftlich gewürdigt wird, die im politischen, geistigen, wissenschaftlichen Bereich durch Jahrhunderte hindurch ihre Zeit mitgeprägt und Persönlichkeiten und Geschlechter von geschichtlicher Bedeutung entfaltet hat. v. G.

Band 4, Universität und Gelehrtenstand 1400-1800

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DIN A 5, 288 Seiten, 24 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung, farbiger Schutzumschlag.

Herausgegeben von Professor Dr. Günther Franz

Inhaltsverzeichnis:
Regierungsbaumeister Konrad Rückbrod: Das bauliche Bild der Universität im Wandel der Zeit im Hinblick auf Deutschland
Prof. Dr. Laetitia Boehm: De negotio scholaris. Zur Entstehung von Berufsbewußtsein und Rechtsstand des Universitätsgelehrten im Mittelalter
Prof. Dr. Gustav Benrath: Die deutsche Universität der Reformationszeit
Dr. Ernst Schubert: Zur Typologie gegenreformatorischer Universitätsgründungen: Jesuiten in Fulda, Würzburg, Ingolstadt und Dillingen
Prof. Dr. Robert van Rossbroeck: Die Beziehungen der Niederländer und der niederländischen Emigranten zur deutschen Gelehrtenwelt im 16. Jahrhundert
Prof. Dr. Kurt Müller: Zur Entstehung und Wirkung der wissenschaftlichen Akademien und gelehrten Gesellschaften des 17. Jahrhunderts
Prof. Dr. Notker Hammerstein: Zur Geschichte der deutschen Universität im Zeitalter der Aufklärung
Prof. Dr. Hermann Mitgau: Die soziale Herkunft der deutschen Studenten bis 1900
Nachdem in früheren Bänden der Reihe der Adel und das Städtische Patriziat in ihrer Bedeutung als Führungsschichten gewürdigt wurden, behandelt der vorliegende Band „Universität und Gelehrtenstand“ in der Zeit von 1400-1800, also in den 4 Jahrhunderten von der Gründung der ersten deutschen Universitäten an bis zur Französischen Revolution. Die Entstehung eines eigenen Gelehrtenstandes im ausgehenden Mittelalter, die Universität der Reformationszeit ebenso wie die Jesuitenuniversitäten der Gegenreformation, die Beziehungen der Niederlande zur deutschen Gelehrtenwelt in dieser Zeit werden ebenso behandelt, wie die Entstehung der Akademien und gelehrten Gesellschaften im 17. Jahrhundert und die Geschichte der Universität im Zeitalter der Aufklärung. Zwei genealogische Beiträge befassen sich mit deutschen Gelehrtendynastien und mit der sozialen Herkunft der Studenten. Eine kunstgeschichtliche Studie des ohnedies reich bebilderten Bandes zeigt das bauliche Bild der Universität im Wandel der Zeit. Die neun Beiträge sind von vorzüglichen Sachkennern geschrieben und vermitteln ein farbenreiches, vielfach neue Fragen und Probleme aufzeigendes Bild. So ist der Band ein wichtiger Beitrag zur deutschen Geistes- und Sozialgeschichte über die spezielle Geschichte der Universitäten hinaus.

Band 5, Beamtentum und Pfarrerstand 1400-1800

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DIN A 5, 280 Seiten, 30 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung, farbiger Schutzumschlag.

Herausgegeben von Professor Dr. Günther Franz

Inhaltsverzeichnis:
Prof. Dr. Oswald v. Gschliesser: Das Beamtentum der Hohen Reichsbehörden (Reichshofkanzlei, Reichskammergericht, Reichshofrat, Hofkriegsrat)
Niklas Freiherr v. Schrenck und Notzing: Das bayerische Beamtentum 1430-1740
Prof. Dr. Hans-Martin Decker-Hauff: Die geistige Führungsschicht in Württemberg
Archivrat Dr. Albrecht Eckhardt: Beamtentum und Pfarrerstand in Hessen
Oberrechtsrat Clemens Steinbicker: Das Beamtentum in den geistlichen Fürstentümern Nordwestdeutschlands im Zeitraum von 1430-1740
Prof. Dr. Gerd Heinrich: Amtsträgerschaft und Geistlichkeit. Zur Problematik der sekundären Führungsschichten in Brandenburg-Preußen 1450-1786
Landschaftsrat Gebhard v. Lenthe: Zur Geschichte des Beamtentums in Niedersachsen
Der Übergang vom ständischen Adelsstaat zum neuzeitlichen Beamtenstaat, das Eindringen des patrizischen, später auch des zünftigen Bürgertums in die Beamtenschaft, die Bedeutung des Pfarrhauses nicht nur im protestantischen, sondern auch im katholischen Bereich im 16. Jahrhundert, aber auch wieder die Feudalisierung der hohen Beamtenschaft im 17. und 18. Jahrhundert, die Bedeutung des Briefadels lassen die Grundlinien eines Gesamtbildes erkennen. Beamtentum und Pfarrerschaft sind an einem Ort eng miteinander verbunden, in Brandenburg-Preußen dagegen deutlich voneinander getrennt. Grundsätzlich entzieht sich der Pfarrerstand der Veradeligung, der das Beamtentum unterliegt. Auf die Bedeutung von Heiratskreisen, von Versippung und Vererbung, aber auch auf Wanderungen von einem Territorium in das andere, vor allem in der obersten Führungsschicht, die gern aus der Fremde genommen wird, wird vielfach hingewiesen. Wie schon das umfängliche Register zeigt, ist es ein reiches Material, das in dem schmalen Band dargeboten wird. Die Genealogie wird hier zur wichtigsten Quelle der Sozialgeschichte. Die Kenntnis der inneren Struktur der deutschen Gesellschaft in den Jahrhunderten vor der Französischen Revolution wird in entscheidender Weise gefördert.

Band 6, Führungskräfte der Wirtschaft in Mittelalter und Neuzeit 1350-1850

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VIII u. 376 Seiten, 30 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung.

Herausgegeben von Professor Dr. Herbert Helbig

Inhaltsverzeichnis:
Wolfgang von Stromer: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Nürnberg
Friedrich Blendinger: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Augsburg
Walter Bogsch: Die Führungsschichten im sächsischen Bergbau 1430-1740
Herbert Dennert: Die Führungsschichten im Harzer Bergbau 1430-1740
Robert van Roosbroeck: Die Bedeutung der Emigranten aus den Niederlanden für die Neugestaltung der deutschen Wirtschaft im 16. und 17. Jahrhundert
Nikolaus von Preradovich: Die wirtschaftliche Rolle der Hugenotten in Preußen
Herbert Pönicke. Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Sachsen 1790-1850
Hans Jaeger: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Bayern 1790-1850
Otto Borst: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Württemberg 1790-1850
Hans W. Herrmann: Die wirtschaftlichen Führungsschichten im Saarland
Helmuth Croon: Die wirtschaftl. Führungsschichten im Rheinland und Westfalen
Die einzelnen Beiträge zeigen deutlich, wie komplex die sich bildende Schicht der Wirtschaftsführer gewesen ist. Die sich verändernden Wirtschaftsstrukturen in den Städten Nürnberg und Augsburg, der Bergbau im Erzgebirge und Harz, die von emigrierten Glaubensflüchtlingen aus Westeuropa gegebenen Impulse zum Aufbau neuer Wirtschaftszweige und die von ihnen vermittelten weltweiten Wirtschaftsverflechtungen, schließlich auch das sich ganz unterschiedlich entwickelnde Manufakturwesen und eine frühe, langsam in Gang kommende industrielle Betätigung in einzelnen deutschen Landschaften. Es war ein sehr wesentliches Bemühen der Verfasser, die auf Grund unterschiedlicher Produktionsfortschritte in den einzelnen Wirtschaftszweigen entsprechend verschiedene Zusammensetzung dieser Schicht und ihre Eigenart als soziale Gruppe herauszuarbeiten. Berufliche Herkunft, familiäre Verbindungen, konfessionelle und landsmannschaftliche Zugehörigkeit, Mobilität, aber auch Gegensätze zwischen alteingesessenen, seit längerem wirtschaftlich führenden Kreisen und einer neu sich herausbildenden Unternehmerschaft sind einige der in den verschiedenen Beiträgen behandelten Probleme. Recht anschaulich wird weiterhin, was bisher noch kaum in einer auf größere Zusammenhänge gerichteten Darstellung anklang, das Selbstverständnis dieser Wirtschaftsführer besprochen, wobei auch von ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen die Rede ist und vom Verhalten zur übrigen Gesellschaft.

Band 7, Führungskräfte der Wirtschaft in der Neuzeit 1790-1918 (II)

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Vergriffen!!

DIN A 5, VIII u. 270 Seiten, 40 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung.

Herausgegeben von Professor Dr. Herbert Helbig

Inhaltsverzeichnis:
Professor Dr. Eberhard Schmieder: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Berlin 1790 bis 1850
Professor Dr. Konrad Fuchs: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Schlesien von 1790-1914.
Professor Dr. Richard Dietrich: Die wirtschaftlichen Führungsschichten in Sachsen und Thüringen von 1850 bis zum Ersten Weltkrieg
Oberbibliotheksrat Dr. Leonhard Lenk: Die wirtschaftl. Führungsschichten in Bayern von 1850-1914
Archivdirektor Dr. Ferdinand Tremel: Die wirtschaftl. Führungsschichten in Österreich von 1850-1914
Dr. Gerd Adelmann: Die wirtschaftlichen Führungsschichten der rheinisch-westfälischen Baumwoll- und Leinenindustrie von 1850 bis zum Ersten Weltkrieg
Professor Dr. Wilhelm Treue: Das Unternehmertum in der chemischen Industrie von 1850-1914
Professor Dr. Helmuth Croon: Das Unternehmertum der Schwerindustrie im Ruhrgebiet von 1850 -1914
Dem bereits erschienenen ersten Band über Führungsschichten der Wirtschaft folgt hier der zweite für das neunzehnte Jahrhundert mit Ausblick auf die Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg. Die für den Druck wesentlich erweiterten Vorträge behandeln für den genannten Zeitraum die Entwicklung in Berlin, sonst für einzelne Landschaften, Schlesien, Sachsen und Österreich, oder für einzelne Industriezweige wie die Baumwoll- und Leinenindustrie des Rheinlandes und Westfalens, der Schwerindustrie des Ruhrgebietes und der chemischen Industrie. Die einzelnen Beiträge zeigen deutlich, wie komplex die sich bildende Schicht der Wirtschaftsführer gewesen ist. Es war ein sehr wesentliches Bemühen der Verfasser, die auf Grund unterschiedlicher Produktionsfortschritte in den einzelnen Wirtschaftszweigen entsprechend verschiedene Zusammensetzung dieser Schicht und ihre Eigenart als soziale Gruppe herauszuarbeiten. Mit den schon im ersten Teil (Gesamtreihe, Band 6) behandelten Ländern Rheinland, Westfalen, Saarland, Württemberg und Bayern ergibt sich nunmehr die Möglichkeit eines gesamtdeutschen Vergleiches der Zusammensetzung, Herkunft und sozialen Haltung der Unternehmerschaft, wobei die Einbeziehung Österreichs ebenso willkommen ist wie die Anwendung der genealogischen Forschungsmethode, die deutlich macht, welch erheblichen Anteil der bürgerliche Mittelstand an der Bildung wirtschaftlicher Führungsschichten hatte. Für die Ermittlung sozialer Gruppen bietet der band eine sehr wesentliche Forschungshilfe.

Band 8, Bauernschaft und Bauernstand 1500-1970

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DIN A 5, VIII u. 360 Seiten, 32 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung, farbiger Schutzumschlag.

Büdinger Vorträge 1971-1972, Herausgegeben von Professor Dr. Günther Franz

Inhaltsverzeichnis:
Professor Dr. Günther Franz: Die Führer im Bauernkrieg
Professor Dr. Peter Blickle: Herrschaft und Landschaft im Südwesten
Professor Dr. Franz Huter: Bäuerliche Führungsschichten in Tirol im 16. bis 18. Jahrhundert
Professor Dr. Albert Hauser: Zur soziologischen Struktur eidgenössischen Bauerntums im Spätmittelalter
Professor Dr. Francis Rapp: Die Bäuerliche Aristokratie des Kochersberges im ausgehenden Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit
Professor Dr. Heinz Haushofer: Bäuerliche Führungsschichten in Altbayern
Professor Dr. Gerd Wunder: Bäuerliche Oberschichten im alten Wirtemberg
Landschaftsrat Dr. Harm Wiemann: Die Bauern in der ostfriesischen Landschaft im 16.-18. Jahrhundert
Museumsdirektor Dr. Nis R. Nissen: Bäuerliche Führungsschichten Dithmarschens zwischen Bauernkrieg und Bauernbefreiung
Professor Dr. Gerd Wunder: Schweizer Kolonisten in Ostpreußen 1710 bis 1730
Dozent Dr. Karl Dinklage: Bäuerliche Führungsschichten Österreich-Ungarns im 19. und 20. Jahrhundert und ihre Leistungen
Professor Dr. Heinz Haushofer: Bäuerliche Führungsschichten in Bayern im 19. und 20. Jahrhundert
Landtags-Bibliotheksdirektor Dr. Leonhard Lenk: Bauern im Bayerischen Landtag 1819-1970
Professor Dr. Wilfried Schlau: Bäuerliche Führungsschichten in Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
Dr. Heinrich Muth: Führungsschichten der Bauernverbände
Professor Dr. Horst Gies: Revolution oder Kontinuität - Die personelle Struktur des Reichsnährstandes
Professor Dr. Ulrich Planck: Bäuerliche Führungsschichten heute

Auch dieser Band führt in geschichtliches Neuland, zeigt Strukturen auf, die bisher nicht beachtet wurden, und vermag der Geschichte des Bauerntums neue Seiten abzugewinnen. Anstöße für eine künftige deutsche Sozial- oder besser noch Gesellschaftsgeschichte zu ergeben ist das Ziel. Gerade deswegen ist es wichtig, frei von allen vorgefaßten Meinungen, zu untersuchen, welche Stellung das Bauerntum auch in einer zunehmend industrialisierten Welt, in der nicht nur das Bauerntum, sondern auch die ländliche Bevölkerung zur Minderheit geworden sind, im politischen Leben eingenommen hat. Dies war die Aufgabe der Referate, die sich mit der Stellung der Bauern in den Parlamenten, in Genossenschaften und Verbänden bis zur Gegenwart hin beschäftigen.

Band 9, Führende Kräfte und Gruppen in der deutschen Arbeiterbewegung (Vergriffen!)

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Vergriffen!!

DIN A 5, XXIV u. 226 Seiten.

Herausgegeben von Professor Dr. Hanns Hubert Hofmann

Inhaltsverzeichnis:
Gerhard Beier: Das Problem der Arbeiteraristokratie im 19. und 20. Jahrhundert
Wilhelm Heinz Schröder: Die Sozialstruktur der sozialdemokratischen Reichstagskandidaten 1898-1912
Eberhard Kolb: Zur Sozialbiographie einer Führungsgruppe der SPD am Anfang der Weimarer Republik: die Mitglieder des „Zentralrats“ 1918/19
Werner Link: Führungseliten im Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK)
Walter Fabian: Arbeiterführung und Arbeiterbildungswesen im Freistaat Sachsen
Henryk Skrzypczak: Führungsprobleme der sozialistischen Arbeiterbewegung in der Endphase der Weimarer Republik
Hans-Gerd Schumann: Die Führungsspitzen der NSBO und der DAF
Susanne Miller: Deutsche Arbeiterführer in der Emigration
Helga Grebing: Zur Problematik der personellen u. programmatischen Kontinuität in den Organisationen der Arbeiterbewegung in Westdeutschland 1945/46
Georges Haupt: Internationale Führungsgruppen in der Arbeiterbewegung
Nach den bereits erschienen Bänden über Adel, Patriziat, Gelehrtenstand, Pfarrerschaft, Beamtentum und Führungskräfte der Wirtschaft wie des Bauernstandes werden hier die Ergebnisse der Büdinger Gespräche 1973-1975 vorgelegt, die mit Unterstützung der Otto-Brenner-Stiftung führende Kräfte und Gruppen der Arbeiterbewegung betrachteten. Diese sehr mobilen Funktionärsgruppen, die aus der demographischen und industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts und seiner beschleunigten Erfahrungsänderung erwuchs, konnten nicht mit dem herkömmlichen Begriff einer Führungsschicht erfaßt werden. Auch das übliche Verständnis biologischer Generationen erwies sich als untauglich. Verschiedene Organisationsphasen und evolutionäres politisches Sozialisationsmuster ließen schließlich die Organisation als das eigentliche Sozialisierungsraster entscheidend erscheinen.
Als Lizenzgabe der Europäischen Verlagsanstalt Düsseldorf werden, von K. H. Bippig ausgewählt, in diesem Band 10 Beiträge vorgelegt, die diese Diskussionsergebnisse entscheidend bestimmten. Der Leiter der Gespräche hat dazu hier in einer ausführlichen Einführung den Gang der Debatten, die schrittweisen Erkenntnisse und die Ergebnisse dargestellt und in die Gesamtkonzeption dieser Reihe einzuordnen versucht.

Vergriffen, Neuauflage nicht vorgesenhen.

Band 10, Bankherren und Bankiers

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DIN A 5, 220 Seiten, 24 Bilder, Ganzleinen mit Goldprägung, farbiger Schutzumschlag.

Büdinger Vorträge 1976, Herausgegeben von Professor Dr. Hanns Hubert Hofmann

Inhaltsverzeichnis:
Hanns Hubert Hofmann: Einführung
Wolfgang Klötzer: Der Bankier und seine Stadt. Die öffentliche Verantwortung einer Führungsschicht am Beispiel Frankfurt am Main
Norbert G. Klarmann: Unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten des Privatbankiers im 19. Jahrhundert (dargestellt am Beispiel des Hauses Erlanger und Söhne)
Bernhard Kirchgäßner: Felix Hecht und der Aufstieg des deutschen Hypothekarkredits bis zum Ersten Weltkrieg
Friedrich Wilhelm Euler: Bankherren und Großbankleiter nach Herkunft und Heiratskreis
Manfred Pohl: Vom Bankier zum Manager. Entwicklungslinien der führenden Schichten in den Großbanken.
Josef Wysocki: Führungspersönlichkeiten der deutschen Sparkassen
Harald Winkel: Zusammenfassung der Tagungsergebnisse
Großlinige Untersuchungen über die Entstehung und Entwicklung des Bankwesens sind in Deutschland rar. Es hat den Anschein, als habe man bislang die Banken zumeist nicht genügend als Glieder eines wesentlichen Wirtschaftszweiges mit eigenständiger Funktion gesehen, zu wenig ihre Mittlerfunktion zwischen Staat und Wirtschaft erkannt. Das liegt nicht zuletzt wohl daran, daß in der bis über die Ausbildung des modernen Staates hinaus nachklingenden sozioökonomischen Polarität von feudaler - und das heißt auf der dominierenden agrarischen Basis aufruhender - Herrschaft und stadtbürgerlicher Gewerbe- und Handelsfachwirtschaft sich die Evolution von Staatlichkeit und Wirtschaft geradezu getrennt vollzog, trotz aller kameralistischen und dann nur in großen Flächenterritorien überhaupt, aber letztlich doch nur recht ungleichmäßigen und unvollkommen wirksamen merkantilistischen und schließlich staatsdirigistischen Tendenzen.
Hier setzt vornehmlich der Themenkreis der Büdinger Gespräche 1976 ein, gebunden in die Generallinie der Betrachtung der deutschen Führungsschichten in der Neuzeit. Unternehmer- und Bankengeschichte nicht allein unter Einzelaspekten zu betrachten, sollte heißen: polykausal analysierend, politische Wirtschafts-, Gesellschafts- und Geistesgeschichte zu einer Wirkungsgeschichte zu verbinden, die Bankherren, Bankiers und Banker gestalteten.